
Das Interreg-Projekt BalticClimate
Risiken und Chancen des Klimawandels für die lokale und regionale Entwicklung im Ostseeraum
Der Regionale Planungsverband Westmecklenburg ist Projektpartner und deutsche Modellregion des Interreg-Projektes BalticClimate, dass im Rahmen des „Ostseeraum Programmes 2007 – 2013“ durchgeführt wird.
In der Projektlaufzeit von November 2008 bis März 2012 befasst sich BalticClimate mit den Auswirkungen des Klimawandels im Ostseeraum. 23 Partner sowie 16 assoziierte Organisationen aus 7 EU-Ländern (Deutschland, Estland, Finnland, Lettland, Litauen, Polen und Schweden) und Russland nehmen unter Leitung der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL) teil. Der Regionale Planungsverband Westmecklenburg koordiniert die Aktivitäten in der deutschen Modellregion. Außerdem ist das „UNESCO Biosphärenreservat Schaalsee“ assoziierter Projektpartner. BalticClimate wird mit 3,4 Mio € aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert.
BalticClimate - Ziele
- Die Auswirkungen und Herausforderung des Klimawandels im gesamten Ostseeraum sowie Unterschiede und Gemeinsamkeiten in den teilnehmenden Modellregionen identifizieren.
- Den Fokus auf die Chancen richten, die sich durch den Klimawandel für die Modellregionen ergeben (nachhaltige Regionalentwicklung, wirtschaftliche Innovationen und Wettbewerbsfähigkeit).
- Inhaltliche Schwerpunkte werden in den Bereichen Verkehr/Mobilität, Landwirtschaft, Energie sowie Wohnen/Bauen gesetzt.
- Den Klimawandel und seine Auswirkungen thematisieren und regionale Netzwerke schaffen.
- Lösungswege und Instrumente aufzeigen, wie kommunale und regionale Verwaltung, politische Entscheidungsträger und Unternehmen in Klimaschutz- und Klimaanpassung aktiv werden können.
- Leitlinien entwickeln, wie Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen ganz konkret, sowohl im Tagesgeschäft, als auch in Langzeitstrategien angewandt werden können.
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BalticClimate - InhalteZeitliche Gliederung der Projektarbeit in drei Phasen (siehe Grafik unten): Daten und Grundlagen, Verwundbarkeitsanalyse und Umsetzung, deren Teilergebnisse in Leitlinien (Toolkit) eingebracht werden.
Thematische Schwerpunkte:
- Der inhaltliche Schwerpunkt des Projektes liegt auf den vier Themenbereichen Verkehr/Mobilität, Landwirtschaft, Energie und Wohnen/Bauen.
- Der Regionalen Planungsverband Westmecklenburg bearbeitet in erster Linie das Thema Verkehr und Klimawandel.
- Das UNESCO Biosphärenreservat Schaalsee bearbeitet das Thema Landwirtschaft und Klimawandel.
Daten und Grundlagen:
- In den Modelregionen werden statistische Daten und Grundlagen erfasst.
- Die Auswirkungen des Klimawandels werden durch regionale Klimamodelle ermittelt.
- Die größten Risiken und Chancen des Klimawandels werden identifiziert.
Verwundbarkeitsanalyse:
- Die regionale Verwundbarkeit und die Auswirkungen des Klimawandels werden analysiert.
- Die regionale Anpassungsfähigkeit und Schlüsselakteure werden identifiziert.
Umsetzung:
- Die regionale Wirtschaft wird einbezogen: Interessierten Unternehmen wird eine Stärken-Schwächen-Analyse angeboten, die interne Klimaschutzaspekte (z.B. Effizienzsteigerung und Energieeinsparungen) und Innovationen durch Klimaanpassung (neue Geschäftsfelder und -ideen) betrachtet. Dabei soll die Anpassung an den Klimawandel als Chance und Wettbewerbsvorteil begreifbar gemacht werden, so dass sich sich regionale Unternehmen schon heute auf die unvermeidbaren Klimafolgen einstellen können. Ab Herbst 2010 wird die Stärken-Schwächen-Analyse im Rahmen von BalticClimate für interessierte Unternehmen angeboten.
- Es werden Ansätze zur Integration von Klimaschutz und Klimaanpassung hinsichtlich einer nachhaltigen Regionalentwicklung entwickelt.
- Der regionale Diskurs und die Netzwerkarbeit wird gestartet (u.a. Erklärung zum Klimawandel Westmecklenburg).
- Es wird auf die Umsetzung der Leitlinien zur Anpassung/Toolkit (siehe unten) hingearbeitet.
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BalticClimate - Ergebnisse (Toolkit)Zentrales Anliegen von BalticClimate ist die Entwicklung von Leitlinien, die Akteuren aus Kommunen und Kreisen in einem elektronischen Toolkit Möglichkeiten aufzeigt, wie sie konkrete Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen umsetzten können. Zielgruppen sind Vertreter der kommunalen und regionalen Verwaltung, politische Entscheidungsträger und Unternehmen, denen, zugeschnitten für ihre jeweilige Position, Informationen und Ideen in die Hand gegeben werden, um selbst aktiv zu werden.
Das Toolkit wird für die Staaten des Ostseeraumes entwickelt und für alle Interessenten frei und kostenlos verfügbar sein. Die Anwendung von Testversionen des Toolkits in den jeweiligen Landessprachen soll ab Mitte 2011 beginnen, nachdem Anfang 2011 erste Tests einer englischen Version durchgeführt wurden.
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