Regionaler Planungsverband Westmecklenburg
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Teilkonzept 2 „Wärmenutzung in Kommunen“


Um die gegenwärtige Situation der Wärmeversorgung realistisch einschätzen zu können, wurden exemplarisch für städtische Siedlungen zwei Wohngebiete, Wismar Wendorf und ein Gebiet in Neustadt-Glewe mit der Besonderheit – Tiefen-Geothermie-Heizwerk - analysiert.


waerme-siedlung.jpgÜbersicht der Siedlungsstruktur, Gebäudetypen und Bauweisen – Wismar Wendorf
Dazu sind  eine Vielzahl von Gebiets- und Gebäudestrukturdaten wie Gebäudetyp, Baujahr, Bauweise etc. ausgewertet, der spezifische Wärmeverbrauch ermittelt und Vorschläge zur Wärmeverbrauchsreduzierung unterbreitet worden.
Der Gesamtverbrauch Wärme über alle Energieträger (private Haushalte überwiegen) beträgt in Westmecklenburg 5,4 Mio. MWh/a.


waerme-endenergieverbrauch.jpgEndenergieverbrauch Wärme nach Energieträgern in Westmecklenburg (anteilig in % und in MWh/a)
Die aktuellen Energiebezugskosten für den Endkunden betragen in der Region Westmecklenburg ca. 408 Mio. €/a. Der Anteil der EE am bilanzierten Wärmeverbrauch beträgt 10,6 %. Dieser erzeugt Energiebezugskosten von ca. 38 Mio. €/a, die überwiegend in der Region verbleiben. Dieser Anteil ist nicht zuletzt zugunsten der Regionalen Wertschöpfung zu erhöhen.


uek-potenzial.pngÜbersichtskarte Deckungsbeitrag EE, Wärme
Während beispielsweise in Neustadt-Glewe eine 93 %-ige Deckung des Wärmebedarfs aus erneuerbare Potenzialen (hier Tiefengeothermie) zu erreichen ist, kann der Wärmebedarf in der Planungsregion Westmecklenburg mit der gegenwärtigen Technik nicht aus den verfügbaren erneuerbaren Wärmepotenzialen gedeckt werden.

Nach den Ergebnissen der Potenzialanalyse  (Teilkonzept 1) erreichen die wärmerelevanten Potenziale eine Höhe von ca. 3,97 Mio. MWh/a. Bis auf den Bereich „Energiebiomasse vom Ackerland“ sind die erneuerbaren Potenziale Westmecklenburgs aber derzeit noch nicht ausgeschöpft, was insbesondere auf die nutzbaren Potentiale der Tiefengeothermie zutrifft.

Der heutige Wärmebedarf Westmecklenburgs kann selbst bei Nutzung aller erneuerbaren Wärmepotenziale nur zu etwa 61,4 % gedeckt werden. Bis 2050 kann dieser Deckungsgrad, durch die Reduzierung des Wärmebedarfs (Nutzung der Einsparpotenziale), auf etwa 80 % ansteigen.

Die angestrebte .100 %-ige Deckung des Wärmebedarfs aus erneuerbaren Quellen bis 2050 ist nur bei Umwandlung eines Teils der verfügbaren erneuerbaren Stromüberschüsse unter Anwendung innovativer Technologien möglich.