Regionaler Planungsverband Westmecklenburg
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Teilkonzept 3 „Integriertes Klimaschutzkonzept“


Neben den Potenzialen der Erneuerbaren Energien (Teilkonzept 1) und der Wärmeversorgung in Kommunen (Teilkonzept 2) stellt der Klimaschutz einen weiteren Schwerpunkt des Regionalen Energiekonzeptes dar. Im Teilkonzept „Integriertes Klimaschutzkonzept“ wurden die Energienutzungen der Planungsregion Westmecklenburg bilanziert.

Die strategische Ausrichtung des Regionalen Planungsverbandes Westmecklenburg orientiert sich dabei hauptsächlich an den Zielen zur Reduktion der CO2 – Emissionen der Bundesregierung und geht im Zielszenario 2050 noch darüber hinaus. Auf Basis der Analysedaten ist der Gesamtenergiebedarf für die Sektoren Haushalte, Wirtschaft und Verkehr dargestellt worden. Anhand des derzeitigen Energie-Mixes und des Gesamtenergiebedarfs, ist für das Basisjahr 2010 eine CO2 – Bilanz für die Planungsregion erstellt worden. Davon wurde das Zielszenarien 2050 für die Reduzierung der CO2 – Emissionen und für die künftige Energieversorgung der Planungsregion abgeleitet.


energiezielsystem.pngEnergiezielsystem - 2050 (Strom und Wärme) für Westmecklenburg
Im Hinblick auf die nutzbare „Verfügbarkeit“ der nachhaltigen Quellen Erneuerbarer Energien sind die Ergebnisse aus dem Teilkonzept 1 und für die Identifizierung der Reduktionspotenziale im Wärmesektor die Ergebnisse und Schlussfolgerungen aus dem Teilkonzept 2 herangezogen worden.

Bei Berücksichtigung der demografischen Veränderungen und der Veränderungen im Wohnverhalten in Westmecklenburg, kommt das Konzept zu dem Ergebnis, dass die vollständige Substitution der fossilen Energieträger auch im Wärme- und Verkehrssektor machbar ist.

Dabei ist hervorzuheben, dass in der Bilanzierung die gesamte „Silomais“ – Biogaslinie auf dem Bestand des Basisjahres 2010 eingefroren wurde und bis spätestens 2050 vollständig beendet werden soll. Zur Deckung des Wärmebedarfs auszubauen ist hingegen der Reststoff Biomassepfad mit Gülle und Wind-Solar-Wasserstoff-Methananreicherung. Dieser als nachhaltig einzustufende Nutzungspfad kann einen entscheidenden Beitrag zur biogasbasierter Wärmeerzeugung leisten.

Der für Westmecklenburg charakteristische Mobilitätsbedarf kann auf Basis eines Stufenplans bis 2050 vollständig auf erneuerbare Energieträger (EE - Gas, Wasserstoff, Elektroantrieb) umgestellt werden. Bei PKW – Nutzungen werden Elektro- und erneuerbare Gasantriebe den Energiebedarf des motorisierten Individualverkehrs decken. Der Dieselantrieb (Rapsdiesel) wird neben innovativen anderen Antriebsformen im Schwerlastverkehr noch einen Anteil von ca. 20 % ausmachen. Bei den landwirtschaftlichen Zugmaschinen wird es Effizienzverbesserungen geben, im Wesentlichen wird es aber beim Dieselantrieb bleiben.

Neben den ökologischen Anforderungen an ein zukünftiges Energiesystem für Westmecklenburg setzt sich das Konzept auch mit den ökonomischen Anforderungen auseinander. So mussten z.B. im Jahr 2010 in Westmecklenburg in den Bereichen Strom und Wärme zusammen ca. 535 Mio. € für die Bereitstellung fossiler Energieträger aufgewendet werden. Ziel des Konzeptes und der angestoßenen Energiewend sollte es sein, einen Großteil dieses Potentials zu nutzen und in regionale Wertschöpfungsketten umzuleiten. Dies dient einer nachhaltige Entwicklung der Wirtschaft und einer auf Dauer tragfähige Sicherung der Energieversorgung.

Um diese vielfältigen Aufgaben zu meistern, ist eine Bündelung und effiziente Vernetzung aller beteiligten Kräfte und Akteure erforderlich. Dies könnte z.B. mit einer Regionalen Energieagentur erfolgen.


reg-energieagentur.pngVirtuelles Kraftwerk Westmecklenburg 2050