Regionaler Planungsverband Westmecklenburg
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Entwicklung beispielhafter Geothermie-Projekte


In Westmecklenburg gibt es recht gut nutzbare Potentiale zur Nutzung von Erdwärme. Dies gilt vor allem für den südöstlichen Teil der Region. Die Lage im Norddeutschen Becken bedeutet Geologisch günstige Verhältnisse, die weit verbreiteten Möglichkeiten zur direkten Wärmenutzung aus den geothermischen Potentialen bedeuten. Im Folgenden sollen zwei Geothermieprojekte aus der Region vorgestellt werden. 
Im Schweriner Stadtteil Lankow entsteht eine Erdwärmeanlage mit zwei Borlöchern, die eine Sole mit einer Temperatur von ca. 57°C fördern. Über Wärmetauscher und Wärmepumpen kann diese Temperatur für eine Anhebung des Fernwärmekreislaufes von einer Rücklauftemperatur von ca. 55°C auf bis zu 130°C genutzt werden. Anschließend wird die geförderte Sole mit 20°C wieder in die tieferen Erdschichten geleitet um sich erneut zu erwärmen. 
Effizient wird dieses Projekt vor allem durch die günstige Lage der Bohrung. So kann die Förderanlage in direkter Nähe zum bestehenden Heizwerk errichtet werden. Damit ist eine Einspeisung in das vorhandene Fernwärmenetz der Stadt Schwerin ohne zusätzlichen Aufwand möglich. Zusätzlich kann die Temperatur durch eine Zusammenarbeit von Erdwärme, Wärmepumpen und dem konventionellen Heizwerke effektiver erzeugt werden, als wenn jeder dieser Technologien für sich arbeiten würde. 
Dieses Projekt wurde 2015 mit einer Förderung von 9,2 Mio. € durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und das Land Mecklenburg Vorpommern unterstützt. Das Projektende ist für 2020 geplant, so dass die Anlage zu dem Zeitpunkt in Betrieb gehen kann. Weiter Informationen finden Sie hier https://www.stadtwerke-schwerin.de/home/ueber_uns/geothermie/
Die zweite Anlage ist das seit 1995 betriebene Erdwärmeheizwerk in Neustadt-Glewe. An diesem Standort wurden in der ehemaligen DDR bei Probebohrungen, die der Rohstoffsuche dienten, geothermische Potentiale entdeckt. Diese wurden Anfang der 90iger Jahre weiter erforscht und zur kommerziellen Nutzung vorbereitet. In Neustadt-Glewe können dank noch besseren geologischen Bedingungen Temperaturen von 97°C aus einer Tiefe von 2300 Metern gefördert werden. Diese werden wie in Schwerin zur Einspeisung in das hiesige Fernwärmenetz genutzt und anschließend mit ca. 50 °C in das Erdreich zurück geleitet. Zwischen 2003 und 2009 wurde an diesem Standort auch Strom erzeug, was aufgrund des Temperaturniveaus langfristig im Betrieb nicht wirtschaftlich war. Die Bedeutung zur Wärmeversorgung ist jedoch ungebrochen und wächst. Aufgrund der günstigen Lage kann die Wärme direkt in der Stadt genutzt werden. Damit sind keine aufwändigen Speicher oder Umwandlungsprozesse nötig um dieses Potential zu nutzen. Auch hier finden sie weitere Informationen auf der Webseite
Außerdem können Sie im Titel geothermischen Informationssystem die Potentiale der Erdwärme in Mecklenburg-Vorpommern und in Deutschland nachschlagen. https://www.geotis.de/geotisapp/geotis.php